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3:1-Heimsieg gegen Salzburg – Schalker Bundesliga

“Mentalität auf dem Platz zeigen”, hatte Benedikt Höwedes gefordert. Und das Team von Trainer Markus Weinzierl setzte das auf dem Platz um: Mit 3:1 setzte sich der FC Schalke 04 durch.

Zeit, dass sich was dreht, hatte auch Weinzierl gedacht: Auf gleich fünf Positionen hatte der Chefcoach das Team gegenüber dem Ligaspiel in Hoffenheim verändert. In der Abwehr rutschten Naldo und Sead Kolasinac für Sascha Riether und Abdul Rahman Baba in die Startelf. Höwedes rückte auf die rechte Seite. Im defensiven Mittelfeld spielte Johannes Geis für Benjamin Stambouli. In der Offensive kamen Alessandro Schöpf und Max Meyer für Eric-Maxim Choupo-Moting und Klaas-Jan Huntelaar – der erkältet ausfiel – zum Zug. Fünf richtige Maßnahmen, wie das Spiel zeigte.

“Es war ein hochverdienter Sieg, denke ich. Wir haben es versäumt, das vierte Tor draufzulegen, haben es aber souverän über die Bühne gebracht”, meinte Weinzierl. “In so einer Drucksituation musst du erst einmal eine solche Leistung abliefern.”

Die Anfangsviertelstunde gehörte S04. Der Gastgeber machte vor allem über die Außen Druck. Die erste Chance hatte Naldo nach einem Freistoß von Geis – den Kopfball parierte Salzburgs Torwart Alexander Walke aber problemlos.

Dass die Fans trotz der Pleiten in der Bundesliga hinter der Mannschaft stehen, war von Beginn an zu hören: Gesang, Schlachtrufe und tosender Applaus begleiteten die Anfangsminuten. Es folgte die verdiente Führung: Nach einem Flügellauf von Kolasinac über links fand seine Hereingabe in Leon Goretzka einen Abnehmer. Den ersten Kopfball wehrte Walke noch ab, den Abpraller verwandelte Goretzka und erzielte damit seinen ersten Europa-League-Treffer. Bis auf einen Schussversuch durch Valon Berisha ließ Schalke keine Torchance zu.

Die solide Leistung reichte für eine 1:0-Pausenführung. Die zweite Hälfte begann – und es wurde kurios: Eine verunglückte Flanke von Höwedes fälschte Salzburgs Abwehrspieler Duje Caleta-Car ins eigene Tor ab. Besser hätte es für die Schalker kaum laufen können. Das nicht minder kuriose 3:0 durfte sich Höwedes auf das Torkonto verbuchen: Das Tor wurde dem Kapitän am Ende zugesprochen, nachdem zwischenzeitlich auch Abwehrchef Naldo vom europäischen Fußball-Verband Uefa als Torschütze geführt worden war. Salzburgs 3:1 durch Jonatan Soriano blieb Ergebniskosmetik.

“Ich wusste gar nicht, dass so etwas geht”, sagte Schalkes Sportvorstand Christian Heidel angesichts des Durcheinanders schmunzelnd.

Schalke behält seine weiße Weste in der Europa League. Mit dem Sieg gegen Nizza (1:0) am ersten Spieltag, führt S04 die Gruppe A mit sechs Punkten an. Ob das Team auch Bundesliga kann, zeigt sich am Sonntag (17.30 Uhr): Dann kommt Borussia Mönchengladbach.