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A1 bei Leverkusen

Auf der bis Montag, fünf Uhr, komplett für Kraftfahrzeuge gesperrten Rheinbrücke bei Leverkusen herrscht derzeit ungewöhnlicher Betrieb: Fußgänger und vor allem Radfahrer tummeln sich auf der A1-Brücke, um sie dort gemütlich und gefahrlos zu erkunden, wo sonst ununterbrochen Autos rollen. Währenddessen schweißen im Bauch der Brücke die Fachleute die vielen Risse in den tragenden Teilen. Vor allem einen 40 Zentimeter langen Riss an der Seilverankerung. Gerade dieser Schaden hatte zur Vollsperrung geführt. Damit die Schweißnähte halten, muss die Brücke möglichst schwingungsfrei sein. 

Zwar sind die Rad- und Fußwege links und rechts neben der Fahrbahn weiter geöffnet – doch die Autobahn selbst ist es nicht. Nur durch Fluchttüren gelangt man auf die Fahrbahn. Eine Polizeistreife jagt momentan die radelnden Falschfahrer von den A1-Fahrbahnen. Die Radler waren teils bis zu den Absperrungen an den Brückenenden gefahren und wurden dort von Autofahrern gesichtet. Fahrer alarmierten die Polizei: “Radfahrer auf der Autobahn”, lautete wohl der Anruf.

Ein Ehepaar aus Köln war ebenfalls durch eine der Fluchttüren auf die Fahrbahn gelangt, über die Autobahn geradelt, durch die nächste Fluchttür wieder auf den Radweg zurückgekehrt, um dann am Neulandpark Leverkusen Mini-Golf zu spielen. Ein anderes Paar machte an den Blitzautomaten ein Selfie. 


Sperrung der A1-Brücke: Seit Mittag gibt es Stau

FOTO: Uwe Miserius

Die Polizei hat die Radler und Fußgänger nun von der Fahrbahn gebeten – und Motorradpolizisten angefordert, die auf der gesperrten Autobahn kontrollieren. Die Fluchttüren sind nun geschlossen. 

(US)