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Borussia Mönchengladbach – Gladbach geht wohl ungesetzt in die Play

Jahr für Jahr steht Giorgio Marchetti zwischen Plastikbehältern und hält Zettel in eine Kamera. Jahr für Jahr gibt es den Check, wie genau nochmal seine Jobbezeichnung lautet: Der Italiener Marchetti ist Uefa-Wettbewerbsdirektor. Als er 2012 zum ersten Mal nach 16 Jahren einen Zettel mit der Aufschrift “VfL Borussia Mönchengladbach” auspackte, war das der leibhaftige Beweis, dass Gladbach zurück ist auf der internationalen Bühne.

Am Freitagvormittag war die Borussia noch nicht dabei. Überhaupt stand Marchetti ganz alleine dort, was die Verantstaltung zu einer äußerst schnellen Angelegenheit machte. Nach nicht einmal 30 Minuten waren 15 Paarungen ausgelost, von denen fünf für Gladbach interessant sind.

Auf dem sogenannten Platzierungsweg steigen zehn Teams in den Wettbewerb ein, die in den Play-offs alle noch potenzielle Gegner sind. Am 26./27. Juli und 2./3. August kommt es zu diesen Duellen:

Ajax Amsterdam – Paok Saloniki
Sparta Prag – Steaua Bukarest
Schachtjor Donezk – Young Boys Bern
FK Rostow – RSC Anderlecht
Fenerbahce Istanbul – AS Monaco

Die drei fett markierten Vereine haben einen besseren Uefa-Koeffizienten der Borussia. Die ist derzeit noch Vierter der Setzliste, fünf Plätze hat der Topf der gesetzten Teams in den Play-offs, was im Umkehrschluss heißt: Nur noch eine stärker eingestufte Mannschaft darf sich dazugesellen. Einfacher ausgedrückt: Aus dem Trio Amsterdam, Donezk, Anderlecht darf sich nur einer durchsetzen, damit Gladbach in den Play-offs auf einen vermeintlich leichteren Gegner trifft und Manchester City, dem FC Porto und dem FC Villarreal aus dem Weg geht.

Ajax hat in Saloniki eine unangenehme Aufgabe und muss das Rückspiel auswärts bestreiten. Donezk und Anderlecht sind dagegen klare Favoriten in ihren Duellen. So wird Marchetti bei seinem nächsten Auftritt am 5. August wohl einen sehr attraktiven Gegner aus der Loskugel ziehen.