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Bundespräsidenten-Wahl

Die Wahl der Kanzlerin war auf Marianne Birthler gefallen. Nach Informationen der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” hatte sich die frühere Grünen-Politikerin und Beauftragte für die Stasi-Unterlagen Ende voriger Woche bereit erklärt, für das höchste Staatsamt zu kandidieren.

Die Grünen seien an der Vorbereitung aktiv beteiligt gewesen. Dann aber seien Birthler kurzfristig Bedenken gekommen, ob sie dem Amt gewachsen sei, schreibt die Zeitung.


Szenen aus dem Leben des Frank-Walter Steinmeier

FOTO: ap

Am Sonntagmorgen, Stunden vor dem entscheidenden Treffen der Parteivorsitzenden von CDU, SPD und CSU rief sie dann die Kanzlerin an und sagte ab.

CDU-intern war Birthler schon sehr früh als mögliche Kandidatin genannt worden. Der Vorschlag galt aber wegen des Widerstands der CSU gegen einen Grünen-Kandidaten als weitgehend chancenlos.

In Koalitionskreisen hieß es nun allerdings, anders als im Fall des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) wäre eine CSU-Zustimmung nicht komplett ausgeschlossen gewesen.

Die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Birthler war von 2000 bis 2011 Beauftragte des Bundes für die Stasi-Unterlagen.

Nach der Absage Birthlers haben sich die Parteien inzwischen auf den amtierenden Außenminister Frank-Walter Steinmeier als Kandidaten für das höchste Staatsamt geeinigt.

(csr)

Article source: http://www.rp-online.de/politik/deutschland/bundespraesidentin-angela-merkels-kandidatin-sagte-in-letzter-sekunde-ab-aid-1.6404549