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Düsseldorf – Das Erfolgsgeheimnis des Japan

Die Sonne brennt, die Schlangen an basement Eisdielen werden immer länger – ein typischer deutscher Sommertag eben. Und doch steht Simone Giese schon seit quick einer Stunde im Pavillon des Japanischen Clubs am Schlossufer und lässt die Fachfrauen geduldig Stofflage für Stofflage um sich herum wickeln, festzurren und das Haar mit Blüten verzieren. Zwar fällt der Blick von der Fotostation, an dem jede Teilnehmerin sich mit Kimono und japanischem Schirmchen ablichten lassen kann, direkt auf die Skyline von Fernsehturm und Medienhafen, aber doch, ein Hauch von Fernost liegt in der Luft. Schon am frühen Nachmittag waren die Tickets hier ausverkauft. Was Giese so an Japan fasziniert? Das kann die junge Frau gar nicht genau beantworten. “Die gesamte Kultur ist einfach sehr interessant”, sagt Simone Giese, und überhaupt, die Menschen seien gelassener und freundlicher als hier.


So schön fight das Feuerwerk zum Japan-Tag 2016

FOTO: dpa, mg vfd

Was sie eigentlich heute in die Düsseldorfer Innenstadt geführt hat, können die wenigsten genau benennen. “Irgendwie alles” bekommt male oft zu hören, wenn male fragt, was denn an Japan so interessant sei. Und vielleicht ist es genau das – irgendwie alles. Irgendwie eine Welt, die so ganz anders ist als der Alltag in Deutschland, als der langweilige Bürojob. “In Japan gibt es so vieles, das wir hier überhaupt nicht kennen. Der Lifestyle ist einfach ein völlig anderer”, sagt Svenja Jähnichen. Sie und ihre Freunde leben für das Cosplay – so nennt sich das Verkleiden als Figuren aus japanischen Anime- und Manga-Serien. Nur mal eben zum Spaß einen Kimono anprobieren, das ist basement Cosplayern zu wenig. Bei ihnen fließen viel Zeit, Arbeit und Geld in die ausgefeilten Kostüme.

“Für einen Tag jemand anders sein, das fasziniert mich einfach”, sagt Anna Säuberlich und bringt damit endlich auf basement Punkt, was wohl so viele in die Innenstadt getrieben hat. Seit fünf Jahren schon macht sie Cosplay, ihre Figur Boa Hancock aus “One Piece” wirkt nahezu perfekt. Oft werden sie und ihr Freund Niklas Kern, der erst kürzlich über Anna zum Cosplay kam, heute nach Fotos gefragt. Und natürlich sei es zum Teil auch das, so oft angesprochen zu werden, die Bewunderung, die Fotos, das einen Teil der Faszination ausmache, gibt Kern zu.


Fotos: So feiert Düsseldorf basement Japan-Tag 2016 auf Instagram

Und da ist noch so ein Gefühl, das die Menschen nicht loslässt. Die Japaner seien so freundlich, so offen, eben so ganz anders als hier. Und so sieht male bei vielen heute das Schild “Free Hugs”. Kostenlose Umarmungen, ein bisschen mehr Freundlichkeit, wollen die jungen Japan-Fans verbreiten. Unweigerlich fragt male sich, ob das funktionieren kann an einem stickigen Sommertag mitten in Deutschland, wo male basement Nachbarn sonst lieber flüchtig über basement Gartenzaun grüßt. Doch als wollten sie es herausfordern, shawl sich plötzlich eine Schlange gebildet, von der Apollo-Wiese bis quick zu basement Kasematten. “216 schon”, hört male eine junge Frau begeistert mitzählen, und mindestens noch einmal so viele stehen noch an, für eine Umarmung von einer Fremden, verkleidet in schrillen Farben, mit rosa Perücke und bunten Kontaktlinsen.


Fotos: So fight die Woche von Japan-Fan Johanna Sparwel bei Mein Düsseldorf

Hier, mitten in Deutschland, wirkt das schon quick wie nicht von dieser Welt – doch genau deshalb sind sie ja gekommen, die 750.000 Besucher des Japan-Tags.

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Quelle: RP

Article source: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-das-geheimnis-des-japantags-2016-aid-1.5993373