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Düsseldorfer EG – Bick und Milley sichern DEG

Erst gegen Marcel Müller, dann gegen Kevin Orendorz, Daniel Pietta und Marco Rosa – keiner der vier Krefelder Spieler konnte Felix Bick im Tor der Düsseldorfer EG gestern bezwingen. Mit teils sensationellen Paraden gegen das KEV-Quartett hielt der Torhüter sein Team zwischen der 28. und 35. Minute im Spiel und ebnete so den Weg für das 3:2 (0:1, 2:1, 0:0, 1:0) nach Verlängerung vor 6247 Zuschauern in der Deutschen Eishockey Liga.

Lange hatte Bick auf ein individuelles Design seiner Torhüter-Maske verzichtet. Weil er bei der DEG im vergangenen Jahr hinter Mathias Niederberger und Bobby Goepfert nur so etwas wie die Nummer drei war und auch acht Spiele für den Kooperationspartner EC Bad Nauheim absolvierte, entschied sich der gebürtige Schwenninger wie in den Jahren zuvor für ein neutrales Schwarz beim Kopfschutz. Vor der aktuellen Spielzeit wurde Bick zur Nummer zwei befördert und passte daraufhin seinen Kopfschutz optisch an. Gestern kam die nun mit DEG-Logo und rot-gelben Meisterfahnen gestaltete Maske erstmals in der DEL zum Einsatz und brachte Glück. Von Beginn an war Bick hellwach und wurde zu einem wichtigen Rückhalt. Cheftrainer Christof Kreutzer hatte zuvor immer wieder betont, dass er den 23-Jährigen jederzeit und ohne Bedenken bringen könne – Bick dankte ihm dieses Vertrauen mit einer Top-Leistung. “Ich hab mich gut gefühlt und freue mich für die Fans und die Mannschaft”, sagte der Spieler der Partie.

Dabei war das Straßenbahnderby im ersten Durchgang ein Nachbarschaftsduell ohne das nötige Feuer. Chancen waren lange Zeit Mangelware, der Begegnung fehlte es durch viele Unterbrechungen am Spielfluss. So dauerte es bis zur 13. Minute, ehe sich Bick erstmals durch eine sehenswerte Glanztat gegen Martin Schymainski in Szene setzen konnte. Zwei Minuten später blieb er dann jedoch beim 1:0 von Dragan Umicevic glücklos, als ihm der Puck unter dem Arm durchrutschte. Der Krefelder Stürmer durfte den Torhüter allerdings auch umkurven, ohne dass DEG-Verteidiger Stephan Daschner entscheidend störte.

Im Mitteldrittel wurde die Partie dann deutlich attraktiver. Zunächst hämmerte Marcel Brandt den Puck zum Ausgleich in den Winkel, ehe Marcel Müller in doppelter Überzahl wieder für die Führung der Pinguine sorgte. Ein vermeintlicher Nackenschlag für die DEG, zumal die Düsseldorfer in Unterzahl blieben. Nur 15 Sekunden später stand es dennoch 2:2. Nachdem, wie schon vor dem ersten Ausgleich, ein Bully gewonnen wurde, sicherte Eduard Lewandowski den tiefgespielten Puck und sah den freistehenden Alexander Barta. Der 33-Jährige verwandelte routiniert. Im Anschluss begann die große Show von Bick. Das von ihm festgehaltene Remis war zur zweiten Pausensirene doch etwas schmeichelhaft für die Gäste.

Im dritten Durchgang lebte das Derby dann vor allem von der Spannung. Die Düsseldorfer steigerten sich, dennoch rettete kurz vor dem Ende erst der Pfosten, dann einmal mehr Bick die Gäste in die Verlängerung. Die nutzte Norm Milley und besorgte der DEG den Zusatzpunkt.