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Düsseldorfer EG – DEG feiert 6:2

Eishockey ist die schnellste Mannschaftssportart der Welt. Das betrifft aber nicht nur die Schnelligkeit der Spieler oder des Pucks, sondern auch den Spielverlauf, der sich aufgrund vertaner oder genutzter Chancen innerhalb von wenigen Sekunden ändern kann.

6058 Zuschauer bekamen das auf eindrucksvolle Weise vorgeführt und waren restlos begeistert. Die DEG, zunächst gegen den ERC Ingolstadt unter Druck, gewann am Ende souverän und in der Höhe verdient mit 6:2 (2:0, 3:1, 1:1). Dabei gewann Torhüter Mathias Niederberger das Duell gegen seinen Nationalmansnchaftskllegen Timo Pielmeier eindeutig, und eine neue Paradereihe wurde aus der Taufe gehoben.

Christof Kreutzer hatte keinen Hehl daraus gemacht, dass es ihn mächtig geärgert hatte, dass drei der fünf Heimspiele verloren wurden. Besonders das letzte gegen Nürnberg (0:4) hatte ihn bis ins Mark getroffen. “Wir wollen die Heimspiele unbedingt gewinnen und den Fans etwas bieten”, sagte der Coach. “Die Jungs freuen sich doch auch, wenn sie nach dem Spiel noch mal aufs Eis kommen können und von den Fans gefeiert werden.”

Kreutzer zog Konsequenzen. Die vier Sturmreihen wirbelte er komplett durcheinander. Deutlicher konnte das Zeichen an die Mannschaft kaum sein. Doch er beließ es nicht dabei. Manchmal sind es auch die kleinen Zeichen – zum Beispiel der Trikotwechsel. Anstatt in den in den roten Heimtrikots lief die DEG in den blauen Trikots auf, die eigentlich nur so genannte Ausweichtrikots sind, für den Fall, dass der Gegner in Rot spielt. “Ein Wechsel der Trikots ist nicht unproblematisch, denn er muss mit dem Verband, dem anderen verein und auch mit den Sponsoren abgesprochen werden”, hatte Geschäftsführer Stefan Adam gesagt. Doch da alle der Bitte der DEG zustimmten, präsentierte sich das Team daheim erstmals in Blau.

Niederberger bewahrt die DEG vor einem Rückstand

Die Anfangsphase gehörte allerdings den Gästen, die am Dienstag noch den Titelaspiranten Mannheim mit 2:1 bezwungen hatten. Sie machten von Beginn an Druck, wobei ihnen ein Überzahlspiel entgegen kam, was die DEG aber schadlos überstand. Doch auch in der Folgezeit waren die Bayern überlegener und offensiver, so dass Torhüter Mathias Niederberger seine Mannschaft mit mehreren guten Paraden vor einem möglichen Rückstand bewahrte. Doch plötzlich klingelte es auf der anderen Seite. Edi Lewandowski zog überraschend ab, Nationaltorhüter Timo Pielmeier sah nicht gut aus und war geschlagen. “Wir müssen einfach spielen und schießen”, hatte Co-Trainer Tobias Abstreiter gefordert, der sich bestätigt fühlte. 94 Sekunden später wurden die Gäste klassisch ausgekontert, Tim Schüle traf zum 2:0 in den Winkel und stellte die Partie damit geradezu auf den Kopf.

Im Mittelabschnitt war die Partie durch den frühen Anschlusstreffer der Gäste schnell wieder völlig offen. Doch dann bekamen die Fans einen spielrischen Leckerbissen in Form einer gelungenen Kombination serviert, die Alexej Dmitriev erfolgreich abschloss und den Zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellte. Doch damit nicht genug. Diese Formation mit Dmitriev, Collins und Kammerer setzte noch einen drauf, wobei letzterer mit einem sehenswerten Schuss aus dem Handgelenk das 4:1 erzielte. Kurt Davis sorgte 46 Sekunden vor der zweiten Pause mit seinem Distanzschuss in Überzahl für die Entscheidung.