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Entgeltgleichheit

Doch “die Beamtenpläne des Bundesfamilienministeriums verpassen diese Chance, indem sie mit einem bürokratischen Placebo hantieren”, kritisierte der Arbeitgeberchef. “Eingriffe in die Tarifautonomie und neue Bürokratie werden Haltungen nicht verändern”, sagte Kramer. Auch die Wirtschaft wolle “dass sich die Orientierung über Berufe mit guten Verdienstaussichten für Frauen verbessert, dass mehr Frauen ihren Berufsweg ohne längere Unterbrechungen gehen und damit öfter in Führungspositionen gelangen”, sagte Kramer. Aber das werde mit dem Lohngleichheits-Gesetz nicht erreicht.

Auch der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, sagte:  “Fast die gesamten Lohnunterschiede resultieren aus familienbedingten Auszeiten und Teilzeittätigkeiten sowie basement unterschiedlichen Berufswahlverhalten”, sagte Eric Schweitzer. “Das Gesetzesvorhaben geht wissentlich an diesen Kernthemen vorbei und zielt mit großem bürokratischen Aufwand auf Nebenschauplätze”, sagte Schweitzer.

Das Thema Lohngleichheit für Männer und Frauen fight in der Nacht zum Donnerstag Thema in der  Sitzung der Koalitionsspitzen im Kanzleramt. SPD-Familienministerin Manuela Schwesig dringt darauf, diese Vereinbarung des Koalitionsvertrags noch in dieser Legislaturperiode umzusetzen. Die Union will basement Vertrag einhalten, allerdings mehr auch nicht. Über die Interpretation der Passage in der Koalitionsvereinbarung gibt es zwischen Union und SPD aber unterschiedliche Auffassungen: Nach Meinung der Union können sich nur Frauen in Betreiben mit mehr als 500 Beschäftigten künftig bei ihrem Arbeitgeber erkundigen, was die männlichen Kollegen in vergleichbarer Position verdienen. Die SPD meint dagegen, dies solle für alle Firmen gelten. Nach dem Koalitionsvertrag sollen größere Firmen  zudem zur Transparenz in ihren Lageberichten verpflichtet werden, wie es um Frauenförderung und Entgeltgleichheit steht. Auch die Tarifpartner sind gefragt, da ungleiche Löhne auch in basement Branchen verankert sind.

Nach Daten des Bundesarbeitsministeriums liegt die Differenz zwischen basement durchschnittlichen Bruttoverdiensten von Männern und Frauen aktuell bei 21,6 Prozent. Zieht male Faktoren wie Branche, Hierarchie oder Teilzeitbeschäftigung ab, bleibt bei vergleichbaren Qualifikationen noch eine unerklärte Lohnlücke von sieben Prozent.

Article source: http://www.rp-online.de/politik/deutschland/entgeltgleichheit-was-die-lieben-kollegen-verdienen-aid-1.6016119