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Flugzeugabsturz in Kolumbien

Sowohl der Daten- als auch der Stimmrekorder sind nach dem Absturz des Flugzeugs in Kolumbien gefunden worden. Sie seien in ausgezeichnetem Zustand, teilte die kolumbianische Luftverkehrsbehörde am Dienstag mit.

Die kolumbianischen Behörden haben die Todeszahl bei dem Flugzeugabsturz bei Medellín von 75 auf 71 korrigiert, sechs Personen hätten überlebt. Wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte, seien nicht wie bisher mitgeteilt 81 Passagiere, sondern nur 77 Passagiere an Bord gewesen. Vier Personen, darunter der Bürgermeister der Stadt Chapecó, hätten die Reise nicht wie erwartet angetreten. Unter den Opfern seien 68 Brasilianer und neun Bolivianer – das abgestürzte Charterflugzeug stammte aus Bolivien. Alle 71 Leichen seien inzwischen geborgen worden.

Das Charterflugzeug vom Typ Avro RJ85 der bolivianischen Gesellschaft Lamia war in rund 3000 Meter Höhe am Berg El Gordo in der Nähe der Ortschaft La Unión verunglückt – im Landeanflug, knapp 40 Kilometer vor Medellín. Ein Grund könnte nach Angaben der Luftfahrtbehörde Treibstoffmangel sein. Bisher konnten 72 Leichen geborgen werden.



Das Flugzeug in Kolumbien stürzte südlich der Stadt Medellín ab.
FOTO: Google Maps

Das Flugzeug in Kolumbien stürzte südlich der Stadt Medellín ab.
FOTO: Google Maps

Staatstrauer in Brasilien ausgerufen

Insgesamt sollen mindestens 75 Menschen gestorben sein, darunter Mitglieder des brasilianischen Fußballteams AF Chapecoense und zahlreiche mitreisende Journalisten. An Bord der Maschine waren insgesamt 81 Menschen: 72 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder.


Diese Sportler starben bei Flugzeugabstürzen

Der braislianische Präsident Michel Temer hat wegen des Unglücks eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen. Die brasilianische Luftwaffe werde die Angehörigen zum Absturzort in Kolumbien bringen und die Leichen der Toten nach Hause überführen, sagte Temer am Dienstag.

Ein Interview mit dem in Brasilien geborenen deutschen Nationalspieler Paolo Rink, der selbst einmal für Chapecoense spielte und viele der Spieler aus der abgestürzten Maschine persönlich kannte, lesen Sie hier. 

(mre/ap/dpa)