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Fortuna Düsseldorf – Fortuna trennt sich von Sararer

Fortuna streicht auch Sercan Sararer von der Gehaltsliste: Einen Tag nach der Auflösung des Vertrags mit Innenverteidiger Christian Strohdiek traf es gestern nicht ganz unerwartet den Mittelfeldspieler. Der Vertrag zwischen dem Offensivspieler und dem Verein sei in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst worden, heißt es in einer Mitteilung der Rot-Weißen.

Sararer war zu Beginn der vergangenen Saison vom VfB Stuttgart an den Rhein gewechselt und gehörte zu jenen Spielern, die nie eine echte Bindung zu dem Verein und seinen Fans fanden. Er absolvierte in der abgelaufenen Saison für die Fortuna 24 Spiele in der Zweiten Bundesliga und zwei Partien im DFB-Pokal, kam dabei während der Saison lediglich auf drei Treffer und fünf Torvorlagen. Nun haben sich der Verein und der 26-Jährige auf eine Vertragsauflösung geeinigt.

Das Missverständnis dauerte fast ein Jahr, seit gestern ist es beendet. Wohin der Offensivmann wechselt, ist noch offen. Der in Nürnberg geborene Sohn einer Spanierin und eines Türken konnte bei den Rot-Weißen nie überzeugen und wird als Fehleinkauf in die Vereins-Geschichte eingehen. Dabei hatte sich Sararer im vergangenen Sommer als athletischer, trickreicher und torgefährlicher Angreifer angekündigt. Er wolle sich in Düsseldorf durch gute Leistungen für die türkische Nationalmannschaft empfehlen, sagte er vor Beginn der Spielzeit zu seinen Zielen.

Zwölfmal hatte er für die Auswahl des Landes seines Vaters gespielt, war nach seinem Wechsel von Fürth nach Stuttgart aber in ein Leistungstief geraten. Bei den Schwaben war er lediglich durch Selfies bei Tempo 282 auf der Autobahn aufgefallen.

Die Vorschusslorbeeren waren in Düsseldorf dennoch groß, den Erwartungen konnte er aber nie gerecht werden. Lediglich zweimal machte der Mann, auf dessen Arm unter anderem Tattoos mit den arabischen Wörtern für Kraft und Energie prangen, positiv von sich reden: Bei seinem Treffer zum 2:1-Sieg beim SC Freiburg sowie bei seinem Tor zum 1:0-Erfolg über den DSC Arminia, das in den offiziellen Statistiken aber als Eigentor von Bielefelds Torhüter Wolfgang Hesl geführt wird.

Sararer deutete in einigen Partien sein Potenzial an, doch seine Alleingänge auf der linken Seite verpufften in der Regel ohne Ertrag. Meist fehlte es ihm an Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen, um seine Schnelligkeit ausspielen und für Torgefahr sorgen zu können. Größte Markenzeichen seines Spiels waren der Eigensinn und der fehlende Blick für die Nebenleute.

Geht es nach den Fortunen, dann war Saraer nicht die letzte Altlast, von der sie sich trennen werden. Gut möglich, dass in den nächsten Tagen auch Didier Ya Konan und Karim Haggui noch von Bord gehen, die zu den besser verdienenden Akteuren gehören und nicht in das Gehaltsgefüge passen.

Quelle: RP