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Fortunas Friedhelm Funkel

Er hat Fortuna vor dem Abstieg bewahrt, das Team in obere Tabellenregionen geführt und soll nun sein Autogramm unter einen neuen Vertrag setzen: Trainer Funkel, dessen aktueller Kontrakt bis Sommer 2017 läuft. “Wir haben gesprochen, und es ist kein Geheimnis, dass die Bereitschaft von beiden Seiten da ist”, verriet der 62 Jahre alte Coach nach dem Sieg auf St. Pauli. “Fortuna ist, denke ich, ganz zufrieden mit mir, und auch ich fühle mich sehr wohl. Die Zeichen für ein weiteres Jahr stehen gut, aber wir brauchen noch ein paar Tage”, verkündete Funkel.

“Das sind die schönsten Siege”

In Düsseldorf ist die Welt in Ordnung. Mit 22 Punkten aus 13 Spielen fehlen nur zwei Zähler zum Relegationsplatz, auf dem Hannover 96 steht, der nächste Gegner in der Esprit-Arena. Das fühlt sich gut an. Und dementsprechend fröhlich gaben die Fortunen in den Katakomben am Millerntor Interviews. “Das sind die schönsten Siege, wenn du auswärts mit alle Mann kämpfst und letztendlich das Ergebnis über die Zeit bringen kannst”, sagte ein erleichterter Lukas Schmitz, der das entscheidende Tor vorbereitet hatte.

Schmitz schlug nach 36 Minuten die Flanke, die der St. Paulianer Daniel Buballa mit der Brust in die rechte Torecke drückte. Julian Schauerte lauerte hinter ihm, musste aber nicht übernehmen. Schon das Auswärtsspiel bei den Würzburger Kickers hatten die Hamburger vor der Länderspielpause durch ein Eigentor verloren. Es läuft halt nicht. Und bei Fortuna reichten die Basistugenden Kampf und Einsatzwillen, um drei Punkte zu entführen.

Akpoguma klärt im Strafraum spektakulär

“Es war ein Arbeitssieg. In der zweiten Halbzeit hat sich jeder reingeschmissen – das war letztendlich der Schlüssel”, analysierte Fast-Torschütze Schauerte. “Alle, von vorne bis nach hinten, haben super verteidigt. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft und sehr stolz auf die Leistung”, ergänzte Innenverteidiger Kevin Akpoguma, der gemeinsam mit Kaan Ayhan den Strafraum dicht machte. Gleich mehrere spektakuläre Grätschen des Abwehrtalents trieben die gegnerischen Angreifer in den Wahnsinn. Und was Akpoguma nicht aus der Gefahrenzone kloppte, das entschärfte Torhüter Michael Rensing.

“Was wir offensiv gezeigt haben, hat nicht gereicht, eine gute Mannschaft wie Düsseldorf vor Probleme zu stellen”, sagte St. Paulis Trainer Ewald Lienen bei der Pressekonferenz. Der Coach selbst konnte zumindest einen Zweikampf gewinnen. Im zweiten Durchgang rangelte er mit Axel Bellinghausen an der Seitenlinie um den Ball. Am Ende gab es Einwurf für die Nordlichter. “Lienen konnte sehen, dass der Schiedsrichter hinter meinem Rücken schon auf Einwurf für St. Pauli entschieden hatte. Das hat er gut verteidigt und ich hatte das Nachsehen”, musste Bellinghausen eingestehen.

Bodzek fehlt im Heimspiel gegen Hannover

Einen kleinen Wermutstropfen für die Fortuna gab es am Millerntor übrigens trotz der Erfolgs: Vorkämpfer Adam Bodzek, der sich im zentralen Mittelfeld in jeden Zweikampf warf, sah fünf Minuten vor Schluss seine fünfte Gelbe Karte. Er beendete einen Konter der Hausherren, indem er Cenk Sahin foulte. Am kommenden Freitag, wenn es gegen Hannover 96 geht, muss er nun zuschauen.

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