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Kundgebung in Dortmund – Erste Sperrungen wegen Hooligan

Der Polizei in Dortmund ist am Samstag im Großeinsatz: Angehörige der Hooliganszene wollen ab 14 Uhr demonstrieren. Sie dürfen aber nicht wie geplant durch die Innenstadt ziehen, sondern müssen in der Nähe des Hauptbahnhofs bleiben. Eine entsprechende Anordnung der Polizei hatte das NRW-Oberverwaltungsgericht am Freitagabend bestätigt. Sie will so mögliche Gewalt schneller unterbinden können.

Bereits am frühen Mittag hat die Anreisephase der Versammlungen begonnen und damit gibt es die ersten Auswirkungen auf den Innenstadtverkehr. Aktuell ist der komplette Außenring des Königswalls zwischen Burgtor und Brinkhofstraße gesperrt, berichtet die Polizei. Umleitungen sind eingerichtet. Noch ist unklar, ob und zu welchen Zeitpunkt der Außenring des Königswalls kurzfristig wieder geöffnet werden kann.

Auch die Bundespolizei hat ein Auge auf die Teilnehmer, die mit dme Zug zur Demo wollen: Insgesamt waren 140 rechtsgerichtete Personen aus dem Ruhrgebiet (Duisburg, Essen) sowie aus Richtung Hamm und Hannover auf den Anreisen nach Dortmund, teilten die Beamten mit.

Die Polizei rechnete damit, dass auch Rechtsextremisten zu der Kundgebung kommen. Sie geht von einem ähnlichen Teilnehmerkreis wie bei den Hogesa-Kundgebungen (“Hooligans gegen Salafisten”) in Köln aus. Dort war es im Oktober 2014 zu schweren Ausschreitungen gekommen.

Wieviele Demonstranten nach Dortmund kommen wollen ist noch nicht klar. Die Anmelder hatten ursprünglich 300 Teilnehmer angekündigt. Die Polizei hält 1000 Teilnehmer für möglich. Angehörige des linken Spektrums planen eine Gegendemonstration. 

Die Standkundgebung der Hooligans soll ab 14 Uhr an der Bahnhofstraße stattfinden. “Unser Ziel ist und muss es sein, friedliche Versammlungen zu schützen, Störungen zu verhindern und gegen Gewalt- und Straftäter mit konsequenten Mitteln vorzugehen”, sagte Einsatzleiter Dieter Keil.Dafür sind mehr als 2000 Polizisten im Einsatz.

 Das Bürgertelefon ist bis zum Einsatzende besetzt und unter der Rufnummer 0231 – 132 5555 zu erreichen. Die Polizei bittet dringend davon abzusehen, allgemeine Informationen über den Notruf der Polizei zu erfragen sondern das Bürgertelefon anzurufen. .  

(top/lnw)

Article source: http://www.rp-online.de/nrw/panorama/dortmund-polizei-grosseinsatz-bei-hooligan-demo-aid-1.6313544