Share

Moers – 22 Teams liefern sich Badewannen

Glück gehabt. Nachdem es an den Tagen zuvor fast ununterbrochen geregnet hatte, zeigte sich das Wetter am Samstag wie umgewandelt und ließ damit die neunte Auflage des alljährlich im Moerser Naturfreibad “Bettenkamper Meer” stattfindenden Badewannenrennens zu einem fröhlich sommerlichen Ereignis werden.

Insgesamt 22 Zweierteams hatten sich diesmal zu dem von der Enni Sport Bäder, der DLRG Moers und dem Freundeskreis “Naturfreibad Bettenkamper Meer” gemeinsam veranstalteten nassen Spektakel angemeldet. Das waren acht mehr als im Vorjahr, was der Vorsitzende des Freundeskreises Otto Laakmann an diesem Nachmittag vor allem der intensiven Werbungsarbeit seines Vereinskollegen Axel Sandhofen in zahlreichen Moerser Vereinen, Institutionen und auch Firmen zuschrieb.

Die Teilnahmebedingungen waren wie immer einfach. Jedes Zweierteam brauchte außer Muskelkraft und dem Nachweis, dass es schwimmen kann, nur noch Kampfgeist und ein möglichst fantasievolles Outfit. Letzteres wurde wie immer neben dem Rennsieg mit einem besonderen Preis gewürdigt. So stellten sich in diesem Jahr unter anderem zwei mit grauen Lockenperücken und Bärten verkleidete Neandertaler, ein neues Braut- und altes Rentnerpaar sowie zwei mit schwarzen Umhängen, Rüsseln und riesigen Facettenaugen verkleidete, paddelnde Mistfliegen dem ungewöhnlichen Schönheitswettbewerb. Doch dazu später.

Das Rennen selber fand in insgesamt drei Phasen statt, wobei anfangs jeweils zwei paddelnde Badewannenteams gegeneinander antraten. Die Sieger, aber auch fünf vorherige Verlierer, gingen – sozusagen als zweite Chance – anschließend in die nächste Runde.

Bei der dritten und letzten Rennphase wurde dann wieder Wanne gegen Wanne um den letztendlichen Rennsieg gekämpft.

Zu den glücklichen “Wiederholungstätern” gehörte in diesem Fall auch der Moerser Bürgermeister Christoph Fleischhauer und der langjährige Leiter des Caritasverbandes Moers-Xanten Henric Peeters. Leider wieder ohne Erfolg. Beide verloren im zweiten Rennen den Sieg an das spätere dritte Gewinnerteam Stefan Kolassa und Sven Goßow.

“Ich war heute zum ersten Mal mit dabei. Meine Schwester hat mich dazu überredet”, erzählte Kristin Ruckriegel, eine der beiden bereits oben erwähnten “paddelnden Mistfliegen” ihre Teilnahme, nachdem sie und ihre Schwester es nicht geschafft hatten, in die Riege der ersten vier der sportlichen Siegermannschaften aufzusteigen. Stattdessen durften sich die beiden am Ende jedoch über die beste Kostümbewertung dieses Nachmittags freuen.

Die Siegertrophäe für den besten Paddelerfolg ging in diesem Fall an das bereits im Vorfeld stark favorisierte Team der “besten Hülsdonker Großeltern” Albert Sturz und Frank Deinert.

 

Quelle: RP