Share

Proteste gegen Erdogan

Zunächst war eine Kundgebung mit 10.000 Teilnehmern geplant, die Polizei rechnet nun aber mit bis zu 30.000 Demonstranten, weil eine für denselben Tag geplante kurdische Kundgebung in Düsseldorf nun nach Köln verlegt wurde. Die Demonstranten reisen mit etwa 300 Bussen an. Ursprünglich sollte die Veranstaltung um 12 Uhr beginnen, am Samstagvormittag wurde der Beginn auf 13 Uhr verschoben.

Die Aleviten und Kurden wollen gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan demonstrieren. Am vergangenen Samstag hatten in Köln bereits etwa 6500 Kurden gegen die Festnahme führender kurdischer Politiker in der Türkei demonstriert – mit Transparenten wie “Terrorist Erdogan” und “Erdogan Faschist”.

Die Aleviten sind in der Türkei mit schätzungsweise 20 Millionen Gläubigen nach den Sunniten die zweitgrößte islamische Religionsgemeinschaft. Zu der Demonstration teilte die Alevitische Gemeinde Deutschland mit: “Wir möchten ein klares Zeichen setzen für ein friedliches Zusammenleben aller ethnischen und religiösen Gruppen in Europa und der Türkei.” Als Hauptredner ist der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), Frank Überall, angekündigt.

Verkehrsbehinderungen

Die Polizei erwartet keinerlei Ausschreitungen, wird aber mit zahlreichen Kräften in Deutz sein. Durch den Anreise- und Abreiseverkehr wird es in den Stadtteilen Deutz und Poll zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Eine Sperrung der Brücken ist nicht vorgesehen.

Die Stadt richtet Halteverbotszonen ein: Auf der Siegburger Straße zwischen Deutzer Brücke und Tempelstraße, an der Alfred-Schütte-Allee zwischen Siegburger Straße und Am Schnellert.

Bürgertelefon

Die Polizei Köln schaltet am Freitag, 11. November, von 9 bis 17 Uhr und am Samstag ab 9 Uhr bis Einsatzende ein Bürgertelefon unter der Nummer 0221 / 229 – 7777.

(hsr/lsa/lnw)

Article source: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/koeln/kurden-und-aleviten-30000-teilnehmer-bei-demo-in-deutz-erwartet-aid-1.6389084