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Rheinkomet in Düsseldorf

In Willich ist der Lichtstrahl vom Düsseldorfer Fernsehturm zu sehen, in Hattingen auch. “Wir bekommen Reaktionen aus allen Richtungen”, sagt Edmund Spohr, der am Montag bei einer Veranstaltung im Industrieclub geradezu mit Lob überschüttet wurde. “So etwas erlebt man selten”, freute sich der Stiftungsvorstand über das Echo, das auch die Ankündigung neuer Sponsorenpakete beinhaltete – für eine Fortsetzung des Düsseldorfer Lichtspektakels. Das läuft als Geschenk der Bürgerstiftung Dus-Illuminated zum 70-Jährigen des Landes NRW und seiner Hauptstadt nämlich nur noch bis zum kommenden Sonntag.

Erst einmal hat das Lichtpräsent am Wochenende aber auch Frust ausgelöst. Viele Beobachter und Fotografen waren am Samstag zum Rhein gelaufen und fühlten sich enttäuscht. Der Abend sei “wenig aufregend und entgegen der vielen Publicity eine absolute Enttäuschung” gewesen, resümiert unser Leser Mario Balzar. Bis 23.30 Uhr sei lediglich ein grüner Laserstrahl in den Himmel geschossen. “Viele Zuschauer und Fotografen waren frustriert und einige meinten, dass die Generalprobe am Freitag völlig anders verlief.”

Die Kritik ist auch bei Edmund Spohr angekommen. Die Sponsoren des Spektakels wie Stadtwerke, Stadtsparkasse, Messe und Hessische Landesbank hätten Anspruch auf eine zweistündige Illumination, die eine oder mehrere Firmenfarben beinhaltet. “Die führen wir jetzt aber nicht mehr an einem Abend durch, sondern verteilt auf mehrere Abende”, sagt Spohr. So sei es möglich, im Wechsel alle Lichtprogramme an einem Abend abzurufen.

Der Rheinkomet, so die titelgebende Illumination der Aktion, soll möglichst weiter über Düsseldorf zu sehen sein. Dafür müssen jedoch die 3000 Meter Kabel, die für rund 50.000 Euro von der Stiftung verlegt wurden, auch im Rheinturm liegenbleiben dürfen. Im IDR-Vorstand ist man in dieser Frage an einer positiven Lösung interessiert, Spohr will nun auch bei der Telekomtochter DFMG, die die Plattform am Kopf des Turms kostenfrei zur Verfügung gestellt hat, um Zustimmung nachsuchen.

Die aktuelle zehntätige Aktion schlägt mit einigen hunderttausend Euro zu Buche, eine Festinstallation auch der 56 Xenon-Brenner, die mit insgesamt 400.000 Watt den Himmel erleuchten, brächte die Summe in siebenstellige Sphären. Es werden weitere Sponsoren benötigt. Zunächst aber überwiegt die Freude an der Illumination.

Die Rheinische Post ruft im Rahmen eines Fotowettbewerbes ihre Leser auf, Fotos des Lichtspektakels einzusenden. Die schönsten werden von einer Jury ausgesucht und prämiert, auch ist eine Veröffentlichung vorgesehen.

Die Teilnahmebedingungen im einzelnen:

Schicken Sie Ihr “Kometenbild” bis zum kommenden Freitag, 2. September, 12 Uhr, an duesseldorf@rheinische-post.de. Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich.

Mit der Einsendung erklärt sich der Teilnehmer mit der Veröffentlichung seines Bildes zeitlich unbegrenzt in sämtlichen Medien der Rheinische Post Mediengruppe ohne gesonderte Vergütung und unter Nennung seines Namens einverstanden.

Die Gewinner werden von einer Redaktionsjury ausgewählt und per E-Mail benachrichtigt. Zu gewinnen gibt es ein Microsoft Handy Lumia 950 sowie eines von 20 Büchern aus der Reihe “Düsseldorf, eine Stadt zwischen Tradition und Vision” des Droste-Verlages. Eine Barauszahlung ist ausgeschlossen.

Die Einsender bestätigen, dass die eingesandten Bilder von Ihnen selbst angefertigt und dadurch keine Rechte Dritte verletzt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Quelle: RP

Article source: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/nrw-tag-2016-lichtspektakel-am-rheinturm-in-duesseldorf-soll-erhalten-bleiben-aid-1.6223879