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Schnellere Bußgeldbescheide

Bislang hat die Polizei Probleme damit, die Fahrer zu belangen. Fährt ein zu schweres Fahrzeug durch die Anlage, schaltet die Ampel auf Rot, das Fahrzeug wird angehalten und ein sogenannter Verwaltungshelfer notiert das Nummernschild des Fahrzeugs. Die Polizei muss für das fällige Bußgeld dann beim jeweiligen Fahrzeughalter nachfragen, wer am Steuer saß. Bei Fahrzeugen aus dem Ausland ist das ein arbeitsintensiver Prozess. 

Nach Angaben des Landesbetriebs fuhren sich seit der Inbetriebnahme der ersten Lkw-Sperre vor knapp zwei Wochen bis Dienstagabend 922 Fahrzeuge fest.

“Bisher hatte Priorität, dass die Anlage reibungslos funktioniert”, sagte eine Sprecherin des zuständigen Landesbetriebs Straßen NRW unserer Redaktion. In den kommenden Wochen soll nachgerüstet werden. Frühestens nächste Woche solle eine Kamera an der Lkw-Sperre auf der A1 in Fahrtrichtung Köln getestet werden, erklärte die Sprecherin.

Bis dahin gelte es, einige technische Hürden zu nehmen: “Die Kamera muss technisch einwandfrei sein. Sie muss bei Nacht und bei Tag gute Bilder machen und auslösen, sobald ein zu schweres Fahrzeug über die Waage fährt.”

Insgesamt stehen an der A1-Brücke vier Sperranlagen für Lkw. Sie sollen Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen daran hindern, auf die marode Brücke zu fahren. 

Eigentlich ist die Brücke schon seit zwei Jahren für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen gesperrt. Trucker nutzten die Strecke dennoch täglich – trotz Aussicht auf Bußgeld. Das führte in der Vergangenheit nach Angaben des NRW-Verkehrsministeriums zu gravierenden Schäden an der Brücke. 

(sef)