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"Unehrliche" Formel 1

Rosberg betonte, dass er bei Mercedes einen eigenen Weg gehe, “nämlich den, dass ich meine Fehler auch mal zugebe. Irgendwann kommt die Wahrheit sowieso ans Licht”. Was oder wen er damit genau meinte, führte Rosberg nicht weiter aus. Er fügte dafür hinzu, dass er selbst lieber gleich alles sage und vielleicht Prügel einstecke, “aber ich kann weiter in den Spiegel schauen”.

Für seinen ärgsten Konkurrenten Hamilton hatte Rosberg indes Lob übrig. “Lewis ist ein Mega-Naturtalent, der sich leider immer wieder darauf ausruhen kann”, sagte Rosberg. “Egal ob er aus New York, Barbados oder Colorado kommt, Lewis steigt in ein Auto und ist einfach schnell.” 

Lange Zeit hatten Hamilton und auch Rosberg das Image der guten Kart-Kumpels gepflegt. Mehr als “viel Respekt” füreinander ist davon aber schon lange nicht mehr übrig geblieben. Rosberg meinte: “Es geht um Fairness und Sport. Das sollte man nicht vergessen. Du kannst nicht dauerhaft Krieg gegeneinander führen, das raubt Energie und macht keinen Spaß.”

Das Psychoduell um den Titel ist in dieser Saison aber wieder voll entfacht. Der 31-jährige Hamilton schlug den gleichaltrigen Rosberg bereits in den vergangenen beiden Jahren. Vor dem Heimrennen für Rosberg an diesem Wochenende in Hockenheim nahm Dreifach-Weltmeister Hamilton dem Deutschen zudem die WM-Führung ab.

(seeg/dpa)