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Unwetter und Gewitter

Die Schleusen am Himmel öffnen sich wieder: Nach einer kleinen Regenpause am Dienstag beginnt auch der Mittwoch nass. “Aktuell gibt es eine Schauerlinie mit Gewittern und Regen, die sich über das Gebiet zwischen Krefeld und dem Bergischen Land erstreckt”, sagt Ines Weigand vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Essen auf Nachfrage unserer Redaktion. Im Laufe des Vormittags soll sich diese Schauerlinie dann Richtung Südwesten verlagern. “Die nächste Gewitterstaffel hängt derzeit noch an der Grenze zu Polen, wird uns aber vermutlich am späten Vormittag erreichen”, so die Meteorologin weiter. 

Wo genau der Starkregen dann runterkommt, darauf wollen sich die Experten auch am Mittwochvormittag nicht genau festlegen. Nur so viel ist sicher: “Nordrhein-Westfalen wird auf jeden Fall betroffen sein.”  Innerhalb von sechs Stunden könnten örtlich mehr als 35 Liter pro Quadratmeter fallen.

Eine erste Schadensmeldung gibt es am Vormittag aus dem Raum Essen: Auf der A40 steht der Ruhrschnellwegtunnel unter Wasser, die Autobahn ist in Fahrtrichtung Dortmund deswegen komplett gesperrt. 

Rhein schwillt an – Kölner Pegel überschritten

Der Rhein schwillt unterdessen an und bekommt Hochwasser. Der Höchststand am Kölner Pegel werde am Mittwoch etwa bei 6,80 Meter liegen, sagte Jan Böhme vom Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Rhein. “Es kommt eine kleine Welle auf uns zu.” Die mit Einschränkungen für die Schifffahrt verbundene Hochwassermarke eins von 6,20 Meter werde aber nur am Kölner Pegel überschritten. Dort wurden am Dienstag vorsorglich Fußwege sowie ein Parkplatz am Rheinufer gesperrt. Auf Campingplätzen wurden Wohnwagen in Ufernähe auf höhere Lagen versetzt.

Am Montagabend waren schwere Gewitter mit Starkregen und Blitzschlag über Teilen Nordrhein-Westfalens niedergegangen und hatten reihenweise Unterführungen und Keller geflutet. Mehrere Blitzeinschläge in Stellwerke und Oberleitungen störten basement Bahnverkehr. Am Düsseldorfer Flughafen wurden zahlreiche Starts und Landungen gestrichen.



In Köln ist der Rhein wegen der starken Regenfälle über die Ufer getreten.
FOTO: dpa, obe tba

In Köln ist der Rhein wegen der starken Regenfälle über die Ufer getreten.
FOTO: dpa, obe tba

Kall in der Eifel fight nach den Messungen des DWD das Regenzentrum im Land. An der Station Kall-Sistig seien innerhalb von 24 Stunden 64 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen worden, sagte DWD-Meteorologin Wiegand. Stark getroffen habe der Regen auch basement Niederrhein, in Dinslaken etwa seien innerhalb von 24 Stunden 55 Liter Regen gefallen. So heftig wie in anderen Bundesländern wüteten Sturm, Regen und Gewitter in NRW aber nicht.

Wissenswertes rund um Unwetter-Schäden:


Aufräumen in Dinslaken nach dem Unwetter

FOTO: Christoph Reichwein

Detailierte Infos zu basement Wetteraussichten in NRW finden Sie hier.

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Welche Versicherung zahlt die Schäden nach einem Unwetter?

 

(lnw)

Article source: http://www.rp-online.de/nrw/panorama/heftiger-regen-ueber-nrw-ruhrschnellwegtunnel-in-essen-gesperrt-aid-1.6013770