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US-Präsidentschaftswahl – Im US

Sie habe bereits mit den Vorbereitungen für die Nachzählung begonnen, teilte Wisconsins Wahlkommission am Freitag mit. Die Nachzählung muss demnach bis spätestens 13. Dezember abgeschlossen sein.

Wisconsin ist einer der Staaten, in denen der künftige US-Präsident Donald Trump bei der Wahl am 8. November mit hauchdünnem Vorsprung vor seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton gewonnen hatte. Stein forderte mit Verweis auf nicht näher erläuterte “statistische Anomalien” auch eine Überprüfung der Wahlergebnisse in den Schlüsselstaaten Pennsylvania und Michigan.

Von den für die Nachzählungen in allen drei Bundesstaaten erforderlichen sieben Millionen Dollar hat die Grünen-Politikerin nach eigenen Angaben 4,8 Millionen per Crowdfunding gesammelt. Die restliche Summe will sie bis Mittwoch zusammen haben. Am Montag endet die Antragsfrist in Pennsylvania, zwei Tage später in Michigan.

Initiative hat wenig Chancen

Obwohl Experten Steins Initiative kaum Chancen einräumen, dürfte sie die Debatte um die Legitimität von Trumps Sieg weiter anheizen. In Wisconsin hat Trump einen Vorsprung von 27.000 Stimmen vor Clinton und in Pennsylvania von 60.000 Stimmen. In Michigan liegt der Vorsprung sogar bei nur 10.704 Stimmen. Experten behaupten, dass die Wahlcomputer in einigen Bundesstaaten anfällig für Hackerangriffe gewesen seien.

Landesweit holte Clinton zwei Millionen Stimmen mehr als Trump. Wegen des komplexen Wahlsystems verlor sie dennoch – denn der US-Präsident wird nicht direkt von den Wählern bestimmt, sondern von einem Wahlkollegium, dessen Zusammensetzung von den Ergebnissen in den einzelnen Bundesstaaten abhängt.

(dafi/AFP)