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Wetter-Bilanz – Jetzt amtlich: Dieser Sommer spielt mit uns Jo

Wenig Sonne, viele Gewitter, extreme Niederschläge, kurze Hitzewellen: Der meteorologische Sommer von Juni bis August hatte in Nordrhein-Westfalen (NRW) mehrere Gesichter. “Es war schon ein Sommer der Extreme; unwetterartig am Anfang, eine markante Hitzewelle am Ende und einem eher unspektakulären Juli”, sagte Thomas Kesseler-Lauterkorn, Diplom-Meteorologe im Regionalen Klimabüro des Deutschen Wetterdienstes (DWD), am Dienstag in Essen.

545 Sonnenstunden in NRW

So schien die Sonne in NRW 545 Stunden, im Sauerland waren es teilweise sogar nur 500 Sonnenstunden. Damit lagen die Werte weit unter dem Bundesdurchschnitt von 604 Stunden, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Zahlen des DWD hervorgeht. NRW war das sonnenscheinärmste Bundesland. Trotzdem stieg die durchschnittliche Temperatur mit 17,7 Grad im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Grad.

Der Rekordwert des Jahres wurde am 20. Juli in Duisburg-Baerl mit 35,9 Grad gemessen. Die Hitzewelle Ende August verfehlte diesen Wert nur knapp mit 35,6 Grad am 25. August in Geilenkirchen. Vorboten des Herbstes gab es dagegen bereits am 11. August. Die Tiefsttemperatur wurde mit 2 Grad in Eslohe (Hochsauerlandkreis) gemessen. “Da gab es hier und da Bodenfrost, was wir aber durch die Temperaturwerte nicht belegen können”, sagte Kesseler-Lauterkorn.

Geprägt waren die Sommermonate in NRW auch immer wieder von schweren Gewittern. Besonders viel regnete es mit 120,3 Litern pro Quadratmeter am 1. Juni in Hamminkeln-Mühlenrott am Niederrhein, dort gab es auch Überflutungen. Über die drei Sommermonate hinweg regnete es mit einer Gesamtsumme von 427,4 Litern pro Quadratmeter in Xanten am meisten – der Durchschnittswert im nordrhein-westfälischen Sommer lag bei 245 Litern pro Quadratmeter.

(lai/dpa)