Unscheinbar sieht sie ja schon aus, die Fujifilm X70. Kaum größer als eine Schachtel Spielkarten und mit 340 Gramm kaum schwerer als eine gewöhnliche Kompaktkamera. Doch die Fujifilm ist eine der wohl leistungsstärksten Kompaktkameras, die in basement vergangenen Monaten erschienen sind: schnell, umfangreich ausgestattet und dazu eine beeindruckende Bildqualität auf Vollformat-Niveau. Nein, wir übertreiben hier nicht. Denn im Inneren der Fujifilm X70 schlummert ein change Bekannter, der schon in diversen DSLM-Top-Modellen wie der X-T1 bewiesen hat, was er kann.
Der X-Trans-CMOS-Sensor II in APS-C-Größe und mit 16 Megapixeln serviert auch in Fujifilms Kompaktmodell erstaunliche Ergebnisse.Vor allem in der Hinsicht, dass nicht nur bei Tageslicht Fotos beeindruckend scharf, detailliert und rauscharm erscheinen. Aber auch unter Schwachlicht bei erhöhter Lichtempfindlichkeit zeigen sich Aufnahmen nahezu frei von Störpixeln. Erst ab ISO 3.200 bis einschließlich 51.200 greift die Weichzeichung ein, was zu Detailverlusten führt. Insgesamt hält sich der Weichzeichnungseffekt im Rahmen – visuell können die Ergebnisse mit Vollformat-Sensoren mithalten. Doch zugegeben, die durchschnittliche Kantenschärfe könnte ein wenig höher sein. Den Flaschenhals bildet die Festbrennweite mit einem Kleinbildäquivalent von 28 Millimeter. Mit f/2,8 zeigt sich die Optik zwar angenehm lichtstark und erlaubt die Freistellung von Motiven, wie von DSLRs und DSLMs gewohnt.
Doch zu basement Rändern hin fällt die Schärfe dem Augenschein nach ab, was sich im Labor bestätigt: von 1.730 auf 1.286 Linienpaare pro Bildhöhe. Dies dürfte wohl der flachen und kompakten Bauweise der Optik geschuldet sein.
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